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Leistungsmerkmale beim ISDN-Mehrgeräteanschluss
 

ISDN-Mehrgeräteanschluss:
Mit dem ISDN-Mehrgeräteanschluss stehen einen zwei Nutzkanäle (B-Kanäle) zur Verfügung.
Damit kann man telefonieren und gleichzeitig Faxe versenden und mit den PC, Daten austauschen oder stundenlang im Internet surfen ohne dabei ein Telefon zu blockieren.
Wenn eine TAE-Dose vorhanden ist, die eine F-Kodierung hat, Brauch dort keine Verdrahtung vorgenommen werden.

Rufnummernübernahme:
Wenn man einen Euro-ISDN-Anschluss beantragt, sollen die vorhandene Rufnummer(n) aus dem Analoganschluss beibehalten werden und als MSN nutzen.
Dazu soll der Analoganschluss gekündigt werden!

Kündigen des Analoganschlusses:
Man sollte den Analoganschluss bis zum Tag der Einrichtung des ISDN-Anschlusses kündigen.
Ansonsten bleibt der alte Analoganschluss bestehen und der ISDN-Anschluss wird dann zusätzlich eingerichtet!
Bei Beibehaltung des Analoganschlusses ist eine Selbstmontage nicht möglich!

Drei Rufnummern (MSN):
Bereits im ISDN-Standardanschluss erhält man meist drei Rufnummern, die man je nach Belieben den Endgeräten frei zuordnen kann
z. B. Privat/Geschäftstelefon und Fax.
Man kann weitere MSNs dazubestellen.

Volle Kompatibilität:
Mit einem ISDN-Anschluss, kann man natürlich nach wie vor mit einem
Partner, der kein ISDN hat, telefonieren.
Mit einem Analog-Adapter oder einer kleinen ISDN-Nebenstellenanlage, werden die ankommenden digitalen Signale in analoge Signale umgewandelt, deshalb kann man die vorhandenen analoge Endgeräte weiterverwenden z. B. Telefone/(Fax G3) Telefax.

Schnellere Datenübertragung und Multilink-PPP:
Das G4 ISDN-Faxgerät benötigt viel weniger Zeit als ein analoges G3 Faxgerät.
Mit ISDN ist man dank Datenkomprimierung und unter Nutzung der zwei Nutzkanäle (B-Kanäle) mit der sog. Kanalbündelung in der Lage, Daten mit einer Geschwindigkeit von
bis zu 300 KBit/s (das sind nahezu 2.15 MB in der Minute) zu übertragen.
Eine Kanalbündelung beider B-Kanäle (Multilink-PPP-Verbindung) ohne Datenkomprimierung, ist eine Datenübertragungsrate bis zu 128 KBit/s möglich.
Selbstverständlich muss auch der Internet-Service-Provider (ISP) die Multilink-PPP-Verbindung unterstützen!
Es entstehen mehr Gebühren durch Kanalbündelung!

Anklopfen (CW):
Durch einen Tonsignal wird man während eines Gesprächs informiert, dass ein anderer
Anrufer einen erreichen möchte.

Rückfragen/Makeln:
Das hin- und herschalten zwischen zwei externen Gesprächspartnern.

Dreierkonferenz (3PTY):
Mit diesem Leistungsmerkmal kann man ein Gespräch mit zwei weiteren Partnern führen,
umständliches Hin- und Hertelefonieren entfällt.
Dazu kann man auf verschiedene Weise zwei Verbindungen herstellen (etwa Rückruf oder Annahme einer weiteren Verbindung während eines Telefonats) und das Gespräch zu dritt führen.

Anrufweiterschaltung (CFU/CFNR/CFB):
Dieses Merkmal ermöglicht einen ankommenden Telefonanruf auf eine vorher bestimmte externe Rufnummer weiterzuleiten  z. B. Festnetz oder Handy.

Fernsteuerung der Anrufweiterschaltung:
Dieses Merkmal ermöglicht von jedem Telefon, im In- und Ausland nach der Eingabe der PIN die Weiterschaltung zu aktivieren oder deaktivieren sowie kann die Zielrufnummer verändert werden.

Rückruf bei Besetzt (CCBS):
Wenn man dieses Leistungsmerkmal nutzen will, sollte es beim Endgerät aktiviert werden.
Wenn die Leitung des Angerufenen frei wird, erfolgt ein Klingelzeichen beim Anrufer.
Wenn der Anrufer denn Hörer abnimmt,  wird die Verbindung automatisch hergestellt.

Rufnummernanzeige des anderen Teilnehmers CLIP:
Auf dem Display des ISDN-Telefons sieht man die Rufnummer des Anrufers, der von einem Analog-Anschluss, einem ISDN-Anschluss oder von einem Handy anruft, wenn der Anrufer seine Rufnummerübermittlung aktiviert hat.

Rufnummernübermittlung der eigenen Rufnummer  (ständig):
Auf dem Display des angerufenen Teilnehmers mit Analog-Anschluss, ISDN-Anschluss oder mit einem Handy, wird die eigene Rufnummer immer angezeigt.

Fallweise oder ständige Unterdrückung der eigenen Rufnummer CLIR:
Bei ständiger Unterdrückung wird auf dem Display vom angerufenen Teilnehmer mit Analog-Anschluss, ISDN-Anschluss oder mit einem Handy, die eigene Rufnummer nicht angezeigt.
Bei fallweiser Unterdrückung wird auf dem Display vom angerufenen Teilnehmer mit Analog-Anschluss, ISDN-Anschluss oder mit einem Handy die eigene Rufnummer nur angezeigt, wenn dieses Leistungsmerkmal beim Endgerät deaktiviert ist.
Ist das Leistungsmerkmal beim Endgerät aktiviert, wird die eigene Rufnummer nicht beim Angerufenen übermittelt.

Umstecken am Bus:
Eine Telefonverbindung bleibt bestehen, wenn das ISDN-Telefon von einer Dose
zur anderen umgesteckt wird z. B. in verschiedenen Räumen.

Übermittlung der Verbindungsentgelte nur am Ende der Verbindung AOCE (Tarifinformation B):
Den  Gebührenfaktor gibt man einfach in ISDN-Telefon, -PC-Karte, -Nebenstellenanlage und oder Gebührenmonitor ein.
Damit man über die anfallenden Gebühren informiert ist!
Die Gebühren werden am Ende der Verbindung übermittelt.

Übermittlung der Verbindungsentgelte  während und am Ende der Verbindung AOCD (Tarifinformation A):
Hier wird die gleiche Einstellung vorgenommen wie bei Tarifinformation B.
Bei dieser Leistung wird man auch während einer Verbindung, laufend über die anfallenden Gebühren informiert!

Fangschaltung (Identifizieren böswilliger Anrufer) MCID:
Immer wieder hört man von sog. Telefonterror.
Hiermit hat man die Möglichkeit endlich solche Anrufer, auf einfache Art und Weise zu identifizieren.
Das Identifizieren böswilliger Anrufer funktioniert per Tastendruck auf dem Telefon.
Man kann den Anrufer während der Rufphase, während der aktiven Verbindung und kurz nach der Verbindung identifizieren.
Der Vermittlungsstelle wird Name, Telefonnummer, Datum und Uhrzeit registriert, egal aus welchem Netz der Anrufer sein Unwesen treibt.
Ist der Anrufer identifiziert, so wird den Angerufenen die Telefonnummer des Anrufers, schriftlich mitgeteilt.
Der böswillige Anrufer erhält ebenso ein Schreiben.

Dauerüberwachung:
Hiermit ist es möglich den ISDN-Anschluss dauerhaft auf der Funktionsfähigkeit
und Übertragungsqualität zu überwachen.

Feste oder veränderbare Anschluss-Sperre (VKL):
Bei einen festen Anschluss-Sperre können z. B. vorgegebene
Servicerufnummern wie die 0190/0900, 0180, Interkontinental-, Auslands- und über City hinausgehende Verbindungen dauerhaft gesperrt werden.
Diese Sperre ist auch für ankommende Verbindungen möglich „Komplettsperre“.
Bei veränderbare Anschluss-Sperre kann man per PIN Selbst die Sperren aktivieren oder deaktivieren oder ändern.

Feste oder veränderbaren Rufnummernsperre:
Bei der festen Rufnummernsperre legt man selbst dauerhaft fünf Rufnummern
oder Rufnummerngruppen z. B. (030-98765) fest und entscheidet ob nur diese Nummern
anwählt oder das diese Nummern nicht angewählt werden sollen.
Außerdem können auch ankommende Verbindung ausgeschlossen werden.
Bei der veränderbaren Rufnummernsperre können die Sperren jederzeit per PIN Eingabe, aktiviert oder deaktiviert werden und kann die Rufnummerngruppen oder Rufnummern selber verändern.